www.presse.tk [.telekommunikation]Freie Webzeitung Wolfenstein [Projekt] - Informationssammlung zu speziellen ThemenGraf von BergaDie erste urkundliche Erwähnung des Ortes Berga erfolgte 1216. Fränkische Siedler hatten hier Fuß gefaßt und kolonisierten das bis dahin ausschließlich von Sorben bewohnte Land. Es war eine bewegte Zeit, wie Bodenfunde beweisen. Kaum ein Jahrzehnt verging ohne Zerstörungen durch Feuer und Schwert. 1320 wurde gemeldet, daß alle Besitztümer, auch in den umliegenden Ortschaften, zerstört und die Äcker verwüstet seien. Doch die Bergaer ließen sich nicht unterkriegen. Sie bauten immer wieder auf. Die auf einem Bergsporn errichtete Burg war ursprünglich dreigeteilt. Sie hat übrigens niemals Dryfels geheißen. Diesen Phantasienamen dichtete man ihr in den historisierenden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts an. So gesehen gibt es also kein Schloss Dryfels sondern nur das Schloss Berga. Im Internet finden Sie zum Thema "Graf von Berga": "Bei dem Schloss Berga handelt es sich um ein Lehnsschloss, dessen Besitzer automatisch durch noch bestehendes Lehnsrecht alle Rechte als Edelherr/Edeldame erhält. Dieses alte Lehnsgesetz hat bis heute seine Gültigkeit nicht verloren, obschon echte Adelsprivilegien durch die Reichsgesetzgebung im Jahre 1918 in Deutschland und Österreich aufgehoben wurden. Es gibt in Deutschland nur ganz wenige Lehnsschlösser, deren Besitzschaft diese adligen Privilegien jedoch auch noch in unserer Zeit begründen, da die Reichsgesetzgebung sich auf ein reines Namensrecht beruft und bestimmt, dass Adelstitel fortan nur noch als Name Verwendung finden. Im Falle dieses Schloss-Lehns-Besitzes greift das Namensgesetz nicht, da es sich durch die Besitzschaft nicht um personenbezogene Namensrechte handelt, sondern um Lehnsrechte, die Dinglich mit dem Schloss verbunden sind und nießbräuchlich vom Schlossherren in Anspruch genommen werden können. Die Grafenwürde von Berga ist somit noch heute nach altehrwürdigem Recht ein Adelstitel mit unanfechtbarem historischem Hintergrund." |