![]() Der Dichter
Er war ein expsessionistischer Lyriker, Dramatiker und Übersetzer. Alfred Wolfenstein zog mit seiner Familie 1901 nach Berlin, wo er auch studierte. 1915 wurde er Gerichtsreferendar, 1912 erschien sein erstes Gedicht. Alfred Wolfenstein heiratete 1916 Margarete Rosenberg. Unter ihrem Künstlernamen Henriette Hardenberg ist sie eher bekannt. 1930 zerbrach die Ehe. Er gab mit dem zweibändigen Werk "Die Erhebung" (1919/1920) die wichtigste theoretische Sammlung der expressionistischen Bewegung heraus. 1930 erhielt er für seine Rimbaud-Übersetzungen den ersten deutschen Übersetzerpreis. Am 22. Januar 1945 beging er Selbstmord in Paris. Sein wohl bekanntestes Gedicht Städter erschien im Jahre 1914: In diesem Gedicht behandelt Wolfenstein, der beim Erscheinen dieses Gedichts in Berlin lebte, das Thema Großstadtanonymität. In der ersten Strophe beschreibt das lyrische Ich, wie eng er die Fenster der Häuser gereiht sieht. Dicht wie Löcher eines Siebes stehn In der zweiten Strophe wird das Innenleben einer Straßenbahn geschildert. Ineinander dicht hineingehakt In der dritten Strophe werden die dünnhäutigen Wände beschrieben. Unsre Wände sind so dünn wie Haut, In der vierten Strophe wiederum bezeichnet der Autor die Unterkünfte der Stadtmenschen als "abgeschlossne Höhle" Und wie stumm in abgeschlossner Höhle
Quelle: u.a. |