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SEO Todo's & Tipps

Vorüberlegungen & Reflexionen zur Suchmaschinen Optimierung

SEO Todos und Tricks

Suchmaschinen Optimierung besteht aus mehreren Komponenten. Durch das Zusammenwirken aller Faktoren kann ein verbessertes Ranking erzielt werden. Man kann diese Faktoren in zwei Hauptbereiche aufteilen:

 

a) Onpage Optimierung

b) Offpage Optimierung

Unter Onpage Optimierung versteht man alle Maßnahmen, die auf der eigenen Seite direkt umgesetzt werden können. Sinngemäß geht es um eine 'übersichtliche' Darstellung der Inhalte mit Überschriften, Absätzen, Aufzählungen und Bildbeschreibungen (Suchmaschinen können keine Bilder sehen). Dazu gehört noch die Themenrelevanz, die u.a. anhand der jeweiligen Keyworddiche, passend zum Thema, erkannt wird. Auch die Aufteilung der Keywords bzw. Keyphrases (Keyword Kombinationen) im Text und die Verteilung des Textes auf der Seite spielen eine wichtige Rolle.

Das alles, weil die Suchmaschinen versuchen, den Menschen zu simulieren. Ist der Text und der gesamte Inhalt der Website langweilig dargestellt, erkennen das die betreffenden Suchmaschinen anhand ihrer empirischen Untersuchungen und bewerten es entsprechend negativ im Ranking. Monat für Monat sammeln die Suchmaschinen gigantische Datenmengen, analysieren und werten diese aus. Welche Seiten waren 'langweilig' und welche waren 'informativ' bzw. ein Publikumsmagnet? Warum waren die 'guten' Internetseiten gut und warum sind bestimmte Websteiten 'schlecht'? Wie wird das bewertet? Anhand welcher Parameter und Indikatoren erkennen die Suchmaschinen die entsprechenden Eigenschaften? Hier wird klar, das eine für den menschlichen Verstand unübersichtliche Datenflut abgeglichen wird, die am Ende entscheidet, wer in den Top Ten landet und welche in den Niederungen ab Top 20 bei den jeweiligen Keywords verweilen müssen.

Durch diese empirische Datenauslese und -auswertungen wird schnell klar, dass es in der Suchmaschinenoptimierung keine dauerhafte und konstante Größe gibt, die ihre Gültigkeit von heut auf morgen nicht verlieren könnte. Die Suchmaschinen passen ständig, anhand ihrer neuesten Daten, ihren Algorithmus für die Suche an. Immer wieder beobachtet man kleinere oder größere Verschiebungen aller Rankings im gesamten Suchmaschinen-Index. Als Faustregel gilt: Alle 6 Monate kann man mit größeren Veränderungen rechnen. Was heute noch als up to date in der Suchmaschinenoptimierung gilt, kann schon morgen vorbei sein.

Es gibt aber auch Rankings, die trotz aller Rankingstürme und Algorithmenveränderungen unbeirrbar ihre Positionen in den Top Tens halten. Wie geht das? Hier sprechen wir von der konservativen Suchmaschinenoptimierung. Sie verzichtet auf progressive Erscheinungsformen, die sich erst für den Dauereinsatz bewähren müssen. Dazu aber später mehr.

Wer heutzutage Suchmaschinenoptimierung betreiben will, der soll zu aller erst an die Menschen denken, die er mit seinem Inhalt informieren möchte. Man sollte das Thema SEO komplett hinten anstellen. Früher konnte man noch mit progressiven Tricks grottenschlechte Seiteninhalte in die Top Ten pushen. Die Zeiten sind vorbei. Die Suchmaschinen sind erwachsen geworden. Wobei, das stimmt nicht ganz. Bis zu einem gewissen Grad gibt es noch Schlupflöcher. Doch was nötzt die ganze Aktion, wenn Abstrafung droht oder die Zeit und Mühe durch die nächst anstehende Algorithmenanpassung ad adsurdum geführt wird? Es ist also auf Dauer immer besser, ein Thema zu behandeln, was der Mensch auch versteht und für ihn geschrieben worden ist. Erst dann, aber auch wirklich erst dann sollte das SEO Konstrukt um den Content herum aufgebaut werden, was den Inhalt nicht verfälscht, sondern im wesentlichen hervorhebt. Quasi ein Make-up für die Internetliteratur. Dieses Make-up sollte aber dann auch unmittelbar nach der Konzept- und Contenterstellung erfolgen, um technische Hürden zeitig abzuarbeiten. Später kann schon zu spät sein, wenn nicht gar unmöglich. Nämlich dann, wenn man feststellt, dass eine optimale SEO Anpassung aus programmiertechnischer Sicht nahezu unmöglich ist.

Neben dem Make-up gehört auch die interne Verlinkungsstruktur zum gleichen oder ähnlichen Thema. Wenn die Suchmaschinen weitere themenrelevante Inhalte finden, die untereinander durch Links miteinander verbunden sind, erhöht es den Reiz der Leser, auch diese Seiten zu lesen. Auch das berücksichtigen die Suchmaschinen in ihren Bewertungen! Selbstredend sollte der Linktext im Link selber auch zum Thema passen.

Bevor wir zum Punkt der Offpage Optimierung übergehen, müssen wir noch ein paar Worte über die suchmaschinenfreundlichen URL Adressen verlieren. Auch wenn viele von suchmaschinenfreundlichen URL Adressen sprechen, die einen Vorteil im Ranking verschaffen können, so ist das nicht ganz richtig. Den Suchmaschinen ist es egal, sie können jede Internetadresse lesen und verstehen. Egal wieviel Parameter an eine URL angehängt werden. Bei den meisten Menschen hört es bereits beim ersten Parameter auf, sich an die bestimmte Unterseite einer Website zu erinnern, wenn sie diese aus dem Gedächtnis reproduzieren sollten. Im Gegensatz dazu kann der Mensch mit griffigen Begriffen oder Einzelwort Beschreibungen aus seiner kognitiven Wahrnehmung heraus sich erstaunlich lange an die spezielle Adresse einer Unterseite erinnern. Und weil die Suchmaschinen den Menschen simulieren, ist die vermeintlich 'suchmaschinenfreundliche' eigentlich eine 'menschlich verständliche' URL Adresse. Wenn man hier noch die Themenrelevanz, also die richtige menschenlesbare ULR Adresse zum richtig gut für den Menschen lesbaren Internetinhalt findet, ist ein weiterer wesentlicher Schritt in der Onpage Optimierung gemacht.

Eigentlich ist die Offpage Optimierung das Herzstück der SEO Arbeit. Bei umkämpften Keywords kann man mit reiner Offpage Optimierung die Top Ten im Ranking erreichen. Nicht so mit reiner Offpage Optimierung. Die Offpage Optmierung kann also ohne die Onpage Optmierung leben, umgekehrt aber nicht. Eine reine Offpage Optmierung ist zeitintensiv, in Kombination mit der Onpage Optimierung kann die Zeitdauer verkürzt werden. So gesehen ist auch die Onpage Optmierung unverzichtbar. Aber manchmal geht es auch nicht anders, wenn man zum Zeitpunkt der Planung die Suchmaschinenoptimierung völlig außer Acht gelassen hat und man nachträglich versucht zu retten, was noch zu retten ist. Das ist neben der Zeit auch sehr kostenintensiv.

Kurz gesagt ist Offpage Optimierung all das, was man nicht direkt auf seiner eigenen Seite beeinflussen kann: Die Backverlinkung. Backverlinkung heißt, dass andere Webseitenbetreiber einen Link von Ihrer Website auf uns setzen, weil Sie unsere Website oder den Inhalt der betreffenden Unterseite für informativ und wichtig halten. Backlinks sind also Empfehlungen. Je mehr Empfehlung wir einsammeln können, desto mehr Gewicht erhalten wir bei den Suchmaschinen und im Ranking. Aber auch hier haben sich die Zeiten geändert. Ein zu schneller Backlinkzuwachs macht die Suchmaschinen misstrauisch und neu hinzukommende Backlinks werden allgemein erst einmal ganz soft für's Ranking gewichtet. Das heißt, je länger ein Backlink gesetzt bleibt und je vernünftiger der Backlinkzuwachs über das Jahr hinweg gesehen geschieht, umso sicher kann man sein, dass einem eines Tages in den Top Ten steht und man relativ bombensicher auch bleibt. Wie vorher kurz angesprochen, handelt es sich hier um eine konservative Form der Suchmaschinenoptimierung.

Die Backverlinkung rief auch Trickser auf den Plan! Angefangen hat es mit Linkfarmen. Man erstellt irgendwo auf einer eigens dafür vorgesehenen Domain oder auf einer Unterseite einen Bereich zur Verfügung, wo zahllose Backlinks gesetzt werden konnten. Nachdem die Suchmaschinenen diesem Treiben einen Riegel vorschoben folgten die Gästebücher, die mit sinnentleerten Inhalten und Backlinks auf die eigenen Website zugespammt wurden. Weitere Formen von Backlinkspam folgten. Nun boomten die Katalogeinträge, und ein Heer von Katalogverzeichnissen schoss aus den Boden. Eine neue Form nutzloser Linkfarmen, nur in neuem Gewand. Wenn die großen Suchmaschinen (Google, MSN & Yahoo) 97% des Suchindex-Marktes abdecken, wie relevant können die zig tausenden Katalogverzeichnisse dann sein, die sich die restlichen 3 Prozent mit anderen Suchmaschinenanbietern teilen? Die Folge war, dass die Katalogverzeichniss-Anbieter ausstarben, wie sie gekommen waren. Weiter ging es mit Artikelverzeichnissen und aktuell ist das nun mit den Bookmark Diensten Einträgen. Diese Produkte des Internet Marktes müssen vom Grunde hier nicht schlecht sein. Fatal ist aber ihr Missbrauch. Diese progressive Formen und die Gefahr des Missbrauches für die progressive Suchmaschinenoptimierung können auf Dauer negative Auswirkungen auf die eigene SEO Arbeit und somit auf das Ranking haben. Zumindest eine zeitliche Verschiebung nach hinten ist die Folge.

Wir halten auch die aktuelle und allgemeine Glaubensformel, dass Backlinks von themenrelevanten Seiten um einiges besser gewertet werden und Backlinks von nicht themenrelevanten Seiten kaum gewertet werden, für einen progressiven Trugschluss. Im krassesten Fall wäre die Gefahr einer Kartellbildung die Folge, wo z.B. nur die Top Ten Aspiranten sich untereinander verlinken müssten, ohne dass einer aus den Top Ten geworfen werden könnte. Auch hier sind bereits neue Formen von den altbekannten Linkfarmen zu erkennen und es ist wiederum nur eine Frage der Zeit, wo auch dieses Thema abgehakt ist.

Wer sich also über die Jahre redlich verhält, bekommt das auch positiv zu spüren. Denn Tadelosligkeit für zu einem Altersbonus, einem Vertrauensbonus, dass sich in dem sogenannten 'Trusted Rank' niederschlägt. Natürlicher Linkwachstum ist die Devise. Nicht mehr und nicht weniger. Jeder Link zählt. Gut, der Link allein macht es noch nicht. Der Linktext ist ebenso entscheidend. Wenn man sich den Linktext aussuchen kann, sollte dieser wiederum wie bei der internen Linkstruktur (Onpage Optimierung) zum Content Thema passen.

Schlussbetrachtung:

Wie jedes System, gibt es auch hier einen kleinen aber gravierenden Fehler: Nur weil ein großes Unternehmen entsprechendes Kapital für die SEO Arbeit aufwenden und bereit stellen kann, heißt das noch lange nicht, dass es auch die Qualität entspricht, die es für ein Top Ten Ranking benötigt. Immer spielt der Verkauf eine Rolle, denn die Investition soll auch wieder reingeholt und darüber hinaus zu einem Gewinn umgewandelt werden. Und wie das alle von der Werbung her kennen, wird viel blumiges versprochen und doch fast nichts gehalten. Eine differenzierte und objektive Informationsdarstellung ist nicht gegeben. Die Seiten, die es tun, haber aber nicht das Budget, um durch SEO Arbeit in den Top Ten zu stehen.

Auch Suchmaschinenbetreiber haben keine weiße Weste und schauen selber, wo sie bleiben. Sie geben sich zwar als die seriösen aus und wollen, dass wir uns an ihre Richtlinien halten, aber selber missbrauchen sie in gewissem Sinne unsere Inhalte für ihre eigenen Zwecke. Zum Beispiel Google Adwords. Je mehr sich Konkurrenten um die Top Ten Position für ein bestimmtes Keyword bemühen, umso mehr gehen hier leer aus, weil sie die Top Ten nicht erreichen. Entsprechend ist dann das Run auf Google Adwords. Und Google selber ist sehr darum bemüht, hieraus Kapital zu schlagen. Anfänglich war es ja noch okay, dass Adwords rechts neben den Suchergebnissen stand. Auch daran musste man sich zwar noch gewöhnen, aber damit konnte man sich noch anfreunden. Seitdem Google aber Adwords auch über die Suchergebnisse platziert, ist eigentlich das Maß voll. Eine klar sichtbare Trennung von Suchergebnissen oder bezahlter Werbung gibt es nicht mehr und Google muss sie hier die Frage gefallen lassen, wo noch der Sinn sein sollte, sich an die Richtlinien der Suchmaschinen zu halten? Denn um Qualität kann es ja dann nicht mehr gehen, sondern wer am meisten zahlt. Somit hat sich das ganze System selber in Frage gestellt. Eine moralische Verurteilung in gut und böse ist nicht mehr erlaubt. Nein, es ist schon geradezu ärgerlich, dass man sich so dermaßen an der Nase herumführen lassen muss. Google macht es auch clever. Er verurteilt nicht, straft kommentarlos ab oder wirft ohne Schelte aus dem Index. Die breite Masse der Webseiten- und Content-Dienstleister kanzelt und verurteilt sich selber ab. Google's Motto: 'Don't be evil' ist schon lange zur Farce geworden. Entscheidender aber ist, wie wir danach handeln. SEO ist Notwendigkeit. Nicht mehr, nicht weniger. Alle anderen Interpredationen sind Luxus und schweifen von der Realität ab.

 

 
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