In einer Ausgabe der 'Internet World Business' meint der Geschäftsführer der Suchtreffer AG aus Konstanz, Marcus Koch, dass exzellente SEOs als Mitarbeiter zu finden schier unmöglich ist. Tatsächlich ist es so, dass ein erfolgreicher Suchmaschinenoptimierer aus logischer Konsequenz heraus selten bis gar nicht ein Angestelltenverhältnis sucht, in der er Selbständigkeit, Unabhängigkeit und größtmögliche Verdienstmöglichkeiten aufgibt. Der SEO wird kein Interesse daran haben, wenn er weiß, wie man mit Webseiten viel Geld verdient. "Er nutzt sein Wissen lieber für seine eigene Webseiten", so Koch.
So gesehen haben auf Suchmaschinenoptimierung spezialisierte Agenturen einen schweren Stand. In der Regel müssen sich diese Agenturen mit Suchmaschinenoptimierern der zweiten Wahl zufrieden geben. Um das zu kaschieren, wird einiges in Bewegung gesetzt: Aufwendige Pressearbeit und übertriebene Selbstdarstellung mit exzellentem Webauftritt. "Besonders auffällig ist, dass mit sogenannten 'Features' viel Wind um nichts gemacht wird, das in seiner Wirkung gegen Null verpufft. Der 'Schnickschnack' soll einen 'Megaaufwand' suggerieren, wo nichts dahinter ist", so ein Insider der SEO Branche. "Der Kunde, der den Marketing Köter gefressen hat, wird mit viel Bla Bla bei Laune gehalten".
Es gibt drei Sorten von SEOs:
1. Die Abzocker, bei denen man selber schon in kürzester Zeit bemerkt, dass man übers Ohr gehauen worden ist. Nachdem man sich durch den groß betriebenen Werbe- und Beratungsgesprächen der vermeintlichen SEO Agenturen auf einen Vertrag eingelassen hat (Laufzeit: Mind. 1 Jahr mit automatischer Verlängerung bei einer unüblich langen Kündigungsfrist), bricht der Service abrupt auf einen Minimum ab. Man wird mit sinnlosen Tools abgespeist und bei Fragen ist der Support, wenn man ihn erreicht, recht mangelhaft.
2. Die Seo-Theoretiker. Keine Frage, diese Gattung der 2. Wahl kann sehr wohl gutes SEO Know-how aufweisen. Meist sind sie in ihrer SEO Arbeit auf 'reagieren' als auf 'agieren' verdammt. Klassisches Beispiel: Backlinks werden zumeist aus Linktauschanfragen oder Webkatalogeinträgen generiert. Es werden gerne immer wieder Referenzen aufgezählt ohne auf die Arbeitsweise näher einzugehen.
3. Die SEO Spezialisten: Ihr auftreten ist unauffällig, nicht zu dick aufgetragen und solide. Im Beratungsgespräch können sie offen über ihre Arbeitsmethode erzählen und erörtern, ohne ein großes Geheimnis um ihre SEO Arbeit zu machen. Der Grund: Das SEO Handwerk erfordert einige selbst entwickelte und über die Zeit gewachsene Werkzeuge, dessen Niveau nur sehr schwer nachzuahmen ist. Darüber hinaus müssen diese Arbeitsgeräte kontinuierlich auf die ständigen Veränderungen bei den Suchmaschinen angepasst werden. Sie können sich monatliche Kündigungsfristen leisten, suchen aber eine langfristige Zusammenarbeit.
"Search Engine Optimization (SEO) ist keine kurzfristige Angelegenheit, sondern eine langfristige Investition zur Sicherung von Top 10 Positionen bei hart umkämpften Keywords bzw. Keyphrases und zugleich die Sicherung und Verbesserung der Marktanteile", so Konrad Wolfenstein von der seo.AG [.arbeitsgemeinschaft].
Auch bei den Referenzen muss man genau hinsehen. Keine Frage, wer SEO breitspurig anbietet, kann sicherlich vermeintlich gute Referenzen vorweisen. Es werden Top Ten Platzierungen aufgezählt und bei der Überprüfung bestätigt sich zumeist die Angabe. Die andere Frage aber ist, ob die referenzierten Keywords und Keyphrases zu der Gattung der 'hartumkämpften Kewords und Keyphrasen' gehören? Dieser Trick ist zum Teil nur leicht zu durchschauen, wenn man den eigenen gesunden Menschenverstand einsetzt. Logischerweise sind weniger bekannte und kaum gesuchte Keywords und Keyphrasen leichter in die Top Ten der Suchmaschinen zu bringen. Es gibt aber noch ein paar Augenwischereien in diesem Bereich, die der Laie nicht so leicht erkennt. Wer aber die oben drei genannten Punkte beachtet ist schon sehr weit auf der sicheren Seite.
Einen anderen Weg gehen die Macher von seo.AG [.arbeitsgemeinschaft]. "Wir haben einen festen Personalstamm. Der wird nicht nach Auftragslage vergrößert oder verkleinert. Unsere Arbeit ist auf eine langfristige Marktanteile Sicherung wie Steigerung durch SEO für unsere Kunden ausgerichtet. Daher betreuen wir nur einen sehr begrenzten Kundenstamm. Je nach Entwicklung können wir für unsere Kunden eine eigene SEO Abteilung aufbauen. Es findet so ein SEO Know-how Transfer statt, das sicherlich seinen Preis hat. Ist diese Phase abgeschlossen, stehen wir noch als SEO Consulting beiseite, um bei Veränderungen oder Fragen unter die Arme zu greifen. Unser zeitlicher Aufwand verringert sich dadurch mit der Zeit, so dass Kapazitäten wieder frei werden. Auch das funktioniert nicht endlos" erzählt Konrad Wolfenstein. Auf die Frage, ob er sich dann mit dem Erreichten zufrieden gibt, erwidert Wolfenstein: "Nein, nein! Wir haben ja noch unsere eigenen Projekte. So zum Beispiel die Fashion Marke 'Wolfenstein'. Das ist eine andere Herausforderung für uns, wo wir aber unser SEO Know-how mehr als optimal und profitabel einsetzen können. So ein Projekt ist ja mehr als SEO. Das hat ja auch eine ganz andere Zeitraumskala. Wir rechnen aber damit, dass in den nächsten Jahren unsere Bekleidungsmarke 'Wolfenstein' eine feste Größe in der Zielgruppe von 16 bis 29jährigen wird. Die Definition von Zielgruppe finde ich persönlich blöd, ist aber in der Branche so üblich. So eine Fan und Wolfenstein Community aufzubauen und zu halten braucht nun mal mehr als Technokraten, die man auf die Suchmaschinen loslassen kann. Aber Menschen brauchen Gefühl und Seele" meint Konrad Wolfenstein. "Da wir keine Roboter, sondern geborene Menschen sind, werden wir das schon hinbekommen", lacht Konrad Wolfenstein. "Mit unserem Know-how und unserer bisherigen Arbeit sind wir anderen Bekleidungsmarken einen Riesenschritt voraus. Die kommenden Generationen wachsen immer mehr in das Internet hinein, wo wir mit unserer Wolfenstein Bekleidungsmarke vergleichsweise schon sehr gut positioniert haben. Der Rest ist nicht kalkulierbar. Wir haben das bestmögliche getan und wachsen nun mit der Entwicklung".