Ein unerfüllter Kinderwunsch ist mit Kinderlosigkeit nicht immer gleichzusetzen, denn bei Kinderlosigkeit kann auch ein freiwilliger Verzicht Voraussetzung sein.
Eine unfreiwillige Kinderlosigkeit wirft in den meisten Fällen die Lebensplanung über den Haufen. Es ist viel mehr ein schleichender und zermürbender Prozeß als dass ein aufweckender Schock den Prozeß für eine Neuauflage der Lebensplanung in Gang setzen würde.
Viele können und wollen ihren unerfüllten Kinderwunsch nicht einfach so akzeptieren - und das meist auch zurecht!
Unerträglich scheinen die finanziellen Belastungen auf Familien in Deutschland zu sein. Bereits das Bundesverfassungsgericht hat bestätigt, dass Familien mit Kindern finanziell überproportional belastet sind als Kinderlose. Nur in der Politik hat sich dazu bisher wenig bewegt.
Das wäre auch weniger das Problem. Wer Kinder liebt geht auch gerne den unbequemeren Weg. Wer einmal erfahren hat und erleben durfte, was Kinder neben dem Stress auch an Freude zurück geben, der möchte das nicht mehr missen. Vielmehr ist es die unsichere Lage in Deutschland. Die Unsicherheit, ob einem auch morgen der Arbeitsplatz zur Verfügung steht, das sich fatal auf die Psyche auswirken kann. Neben dem Abstieg des sozialen Status sind die finanziellen Belastungen nur die Auswirkungen eine von Politikern verursachte und verschlafene wie verschlampte Familienpolitik. Allgemein gibt unsere deutsche Politik ein Bild von Inkometenz, Gleichgültigkeit und Lobby-Vetternwirtschaft wider, das sich in der Gemütslage und psychischen Ängsten der Bevölkerung widerspiegelt. Wen verwundert es daher, dass die psychischen Krankheiten in Deutschland zugenommen haben. So kann auch die psychische Belastung durch den Alltag die Empfägnisbereitschaft der Frau unbewusst hemmen.